Mittwoch, 11. Juni 2014

MMM Nr. 12/2014

Morgen fliege ich mit drei Freundinnen nach Barcelona und da wollte ich gern auf dem Flug eine bequeme Hose anziehen - sprich: eine Hose ohne Gürtel. Ich habe ja ein ausgeprägtes Hohlkreuz, so dass alle Hosen hinten im Rücken abstehen, daher der Gürtel. Ich wollte also den Schnitt Clover von Colette ausprobieren.

Zunächst habe ich aus einem Sommerköper mit Stretchanteil eine Größe 12 zugeschnitten und genäht. Und oben am Bund enger gemacht. Und an den Seitennähten enger gemacht. Und an der vorderen Mitte enger gemacht. Und die Innennähte enger gemacht. Da passte sie einigermaßen. Um den Wohlfühlfaktor zu testen, habe ich sie dann eines Morgens probegetragen. Nach 30-minütiger Einwirkung der Körperwärme war die Hose wieder zu weit und sah unmöglich aus. Kommentar meines Sohnes: Mama, die Hose sieht aus wie die der Oma! Na, vielen Dank auch.

Diese Version habe ich also erst einmal in die Ecke geschmissen. Sollte ich tatsächlich eine Größe kleiner nähen müssen? Gedacht, getan, dieses Mal aus Stretch-Jeans. Und siehe da, die Hose sitzt beinahe perfekt und ist bequem - Ziel erfüllt.


Beim nächsten Mal muss ich hinten oben ca. 2 cm zugeben, dafür an den Seiten und vorne je ca. 1 cm wegnehmen. Die Hose hat den Reißverschluss an der Seite, also habe ich vorn einen Fake-Reißverschluss-Schlitz genäht. Hinten hat sie statt Paspeltaschen aufgesetzte Jeanstaschen. Alles in allem bin ich zufrieden, die Hose kommt definitiv mit nach Barcelona. Wenn ich wiederkomme, werde ich die Oma-Hose auftrennen und mich freuen, dass ich Größe 10 zuschneiden kann.

Zu der Hose trage ich heute ein T-Shirt, genäht im letzten Sommer, nach dem Schnitt "Malina". Den Halsauschnitt und die Ärmelsäume habe ich mit Rollsaum versäubert. Am Bluseneinsatz habe ich mit der Zwillingsnadel Biesen eingenäht.

Heute zeigt Julia auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ihr neues Dirndl aus Pagodenstoff - sehr schön!

Montag, 2. Juni 2014

Finale "Untendrunter"-Sew-Along

Seit dem letzten Termin hat sich nicht viel am Unterkleid geändert. Wie angekündigt habe ich lediglich BH-Träger angenäht anstatt des Wäschegummis.

Das Unterkleid hat den Alltagstest bereits mit Note "Sehr gut" bestanden. Es wurde getragen mit Thermo-Leggins, mit Seidenstrumpfhose und mit bloßen Beinen - und nix krabbelt oder klebt. Es trägt sich sehr angenehm. Ein weiterer Pluspunkt: der Spitzeneinsatz in der Mitte ist relativ hoch, so dass das Unterkleid sich auch sehr gut für weitausgeschnittene Kleider eignet, wo dann oben die Spitze durchblitzt.

Fazit: definitiv gelungen - eine schwarze Version ist bereits in Arbeit.

Ich bedanke mich bei Catherine für den Sew-Along, ob die anderen auch zufrieden sind, seht ihr hier.

Montag, 19. Mai 2014

Untendrunter Sew-Along - Zwischenstand

Ich bin gut vorangekommen mit meinem Unterkleid aus der Ottobre. Da ich bei diesem Kleid mit der Größentabelle sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, hatte ich auch diesmal beherzt in Größe 42 zugeschnitten. Ergebnis - viiiel zu groß! Ich habe an den Seiten je ca. 2 cm weggenommen, an der Taillennaht ebenfalls und an den Körbchen ca. 1 cm. Ich hätte getrost Größe 38 zuschneiden können. So sieht das Unterkleid bisher aus:


An der Person paßt es besser, die Püppi hat nun mal nicht dieselben Kurven. Laut Schnitt sollte die Spitze zum Einfassen des Ausschnittes als Träger weitergeführt werden. Das ist mir aber zu labbrig, ich werde da richtige BH-Träger mit Versteller annähen. Ansonsten muß das Unterkleid nur noch gesäumt werden. Erste Tests mit Thermoleggins - letzte Woche, als noch Winter war - sowie Baumwollkleid waren positiv, der Viskosejersey bleibt nicht kleben und gibt sogar etwas Stand beim Kleid.

Fazit: Ich bin recht zufrieden, weitere Unterkleider mit diesem Schnitt werden sicher folgen, es war schnell genäht. Nun muß ich mir einen Vorrat an Wäschegummi zulegen, bei diesem Kleid bin ich so gerade mit vorhandenen Resten ausgekommen.

Ob die anderen Teilnehmerinnen mit Schnitt- und Materialwahl zufrieden sind, seht ihr hier.

Sonntag, 18. Mai 2014

Nix für Lemming - Mustermix Teil 1

Nun steht schon die dritte Herausforderung an:

Gemischt werden sollen mindestens drei Muster in einem Outfit und natürlich so, daß die entstehenden Kleidungsstücke, die gewählten Muster ideal zur Wirkung bringen. Vor allem aber soll das entstehende Outfit Eurer Figur schmeicheln und Euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Mein erster Gedanke beim Lesen war: Hier setze ich aus. Mit Mustern tue ich mich sowieso schwer - und dann gleich DREI!?

Aaaber - es ist ja eine Herausforderung, also muss ich ja gerade mitmachen, oder? Also habe ich mir mal meine Stoffvorräte vorgenommen und verschiedenes nebeneinandergelegt. Und langsam kristallisierte sich eine Idee für diese drei Stoffe heraus:


1. ein blauer Fischgrät - kleingemustert
2. ein blau-grau-grünes Schottenkaro - Muster mittlerer Größe
3. ein Leinen mit hellblau, dunkelblau und grün - großgemustert

Die Stoffstücke sind nicht allzu groß, so dass schon allein aus diesem Grund ein Mustermix notwendig sein wird.

Ob mir das fertig genähte Outfit ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird, werden wir sehen.

Wer dieses Mal die Herausforderung annimmt, könnt ihr hier sehen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

MMM Nr. 11/2014

Dieses Jahr machen die Eisheiligen ihrem Namen ja wieder alle Ehre. Und so trage ich heute an "Bonifazius" (das habe ich gerade nachgeschlagen - ich kannte eigentlich nur die kalte Sopie) das Frühlings-Jäckchen zum Kleid, was eigentlich schade ist, da das Oberteil des Kleides sehr hübsch ist. Aber es ist einfach zu kalt.


Ohne Jacke sieht das Kleid so aus, ich habe es im Rahmen des "Nix-für-Lemming" Sew-Along genäht.

Nun will ich mal etwas zu diesem Schnitt sagen. Als ich eine Werbung für die Burda Easy mit diesem Kleid auf dem Titel sah, bin ich sofort los, die Zeitung suchen. Das Kleid gibt es in verschiedenen Varianten sowie als Top.

Nach wie vor gefällt mir das Kleid sehr gut, nur mit "Easy" hat es nichts zu tun. Zugegebenermaßen ist die Beschreibung ausführlicher als in einer normalen Burda, aber wenn man noch nicht viel Erfahrung hat, kann man damit auch nichts anfangen. Die Konstruktion dieses Kleides erschließt sich zunächst nicht unbedingt, wenn man noch nicht viele Kleider genäht hat, und eine Anprobe zur Überprüfung der Passform ist zwischendurch nicht möglich. So war es ein absoluter Glücksfall, das das Kleid gut sitzt, denn im Nachhinein kann man schlecht Änderungen vornehmen, das Teile des Oberteils direkt beim Nähen gefüttert werden. Es empfiehlt sich bei diesem Kleid sehr, ein Probekleid zu machen.

Das gesmokte Rückenteil ist im Schnitt vorgesehen und auch gut erklärt. Vorn und an den Ärmeln habe ich das Smoken hinzugefügt.

Dies wird sicherlich nicht das letzte Kleid aus diesem Schnitt sein, auch eine Variante mit geschlossenem Rücken könnte ich mir vorstellen.

Hier könnt ihr neben einem Ozelotkleid noch viele andere schöne Kleidungsstücke entdecken.

Mittwoch, 7. Mai 2014

MMM Nr. 10/2014 - Liebe auf den zweiten Blick

Heute trage ich eine zweite Version des Hawthorn-Kleides aus blauem Fischgrät, dieses Mal mit 3/4 Ärmeln. Ich habe ewig für dieses Kleid gebraucht. Zunächst fand ich es so langweilig, dass ich eine Bordüre in dunkelblau haben wollte. Ich habe aber keine farblich Passende gefunden, also habe ich aus Sockenwolle selber eine gehäkelt. Die Bordüre für das Oberteil ging ja verhältnismäßig schnell.

Dann habe ich beim zweiten Ärmel den Schlitz nicht hinbekommen, und das Kleid für eine Weile in die Ecke geworfen. In der Zwischenzeit habe ich dann mit dem Häkeln der Bordüre am Rockteil begonnen. Ich glaube, es waren um die 400 Luftmaschen. Ich habe gehäkelt und gehäkelt und gehäkelt, nur um dann festzustellen, das ich mir für die letzten 70 cm der letzten Reihe Wolle fehlt. Hach, ich habe mich geärgert, denn mehr Wolle hatte ich nicht. Also hat die Bordüre am Rock eine Reihe weniger.


Irgendwie war ich zuerst nicht begeistert von dem Kleid, aber als ich es dann anhatte, gefiel es mir immer besser, und es ist sehr bequem. Noch schöner finde ich es mit dunkelblauer Jacke. Diese hier ist aber etwas zu lang - da muss ich mir dann wohl eine kürzere stricken.


Hier könnt ihr die heutigen Outfits der anderen Teilnehmer sehen.

Untendrunter Sew-Along Teil 3

Den letzen Termin habe ich geschwänzt, da ich nichts zum Thema Material beizutragen hatte. Vielmehr hatte ich auf Inspiration durch euch gehofft. Durch Catherines Links habe ich mir dann 2 Meter Modal besorgt.

Zunächst möchte ich aber vorhandenen Stoff aufbrauchen. Ich hatte mir bereits vor einer Weile cremefarbenen Viskose-Jersey besorgt. Das Unterkleid wird vielleicht an der Strumpfhose hochkrabbeln, aber im Sommer ohne Strumpfhose müßte es doch gehen. Zusätzlich habe ich noch ein Stück elastische Spitze, die ich verwenden will:


Aus diesem Material werde ich, wie viele, das Ottobre Unterkleid nähen:


Ob dieser Schnitt auch unter Jersey-Kleidern geeignet ist, wird sich zeigen, denn das Rockteil hat Nähte, die sich möglicherweise abzeichnen.

Die Pläne der Anderen könnt ihr hier sehen.