Mittwoch, 17. September 2014

MMM 13/2014

Wie schön, dass der Me-Made-Mittwoche wieder angefangen hat!

Das Kleid, das ich heute trage, ist eines der wenigen Dinge, die ich während der Sommerferien genäht habe. Es heißt bei mir "Julia"-Kleid, denn den Schnitt habe ich vor einigen Jahren für meine Freundin Julia von einem Kaufkleid abgenommen. Da mir das Kleid so gut gefiel, habe ich den Schnitt für mich vergrößert und angepaßt.

Das Probekleid dazu fiel mir während meiner alljährlichen Sommerferien-Aufräum-und-Wegferf-Aktion in die Hände. Ich probierte es an und verstand gar nicht, warum ich es nie fertig gemacht hatte. Also habe ich mich daranbegeben und es fertiggestellt. Da es aber aus einem schwarzen Wollstoff ist, wollte ich gern noch eine Sommerversion haben. In meinen Vorräten fand ich zwei Stücke bunten Baumwollstoff von Stenzo, die so gerade dafür reichten.


Ich mag das Kleid sehr, auch wenn es im Laufe des Tages arg knittrig wird. Dafür war es aber auch an den wenigen sehr heißen Tagen sehr angenehm zu tragen. Allerdings möchte ich den Schnitt noch einmal verbessern, an der Brust ist es etwas eng. Also werde ich mich mal an einem "full bust adjustment" versuchen. Ich werde berichten.

Was die anderen Damen an diesem ersten Spätsommer-MMM so tragen, seht ihr hier.

Montag, 15. September 2014

NfL - Märchen: Teil 3 - Wie nähe ich das?

Zur Erinnerung: So ungefähr soll mein Mantel am Ende aussehen.

Der in ausreichender Menge verfügbare Stoff ist ein grün-schwarzer Fischgrat sowie ein Kunstfell. Als Basisschnitt nehme ich Version B aus einer Burda Easy von H/W 2005/2006:


Um ein bißchen mehr "Drama" zu erhalten, möchte ich hinten zwei Godets einsetzen (hier sieht man es am Probestück).
Zusätzlich werde ich wahrscheinlich eine Korsagen-Schnürung hinten hinzufügen.

Unten am Saum und an den Ärmel möchte ich den Mantel besticken. Hier habe ich es mal mit Baumwoll-Strickgarn im Kettenstich getestet:


Wie ich dies Stickerei auf dem Mantel markieren soll, weiß ich noch nicht so recht. Erst wollte ich es mit Soluvlies versuchen, bis mir einfiel, dass ich Wollstoff vielleicht eher nicht waschen sollte. Kreide hält aber nicht so gut. Habt ihr eine Idee?

Spannende Zwischenberichte zum Thema Märchen gibt es hier zu sehen.


Montag, 25. August 2014

NfL - Märchen Teil 2: Entwürfe

An meiner ursprünglichen Idee zum Thema hat sich eigentlich nichts geändert: Ich werde aus einem vorhandenen Fischgrät-Wollstoff in grün einen Mantel nähen.

Der Kragen und die Manschetten werden aus Kunstfell sein, unten am Saum vielleicht auch noch, das weiß ich noch nicht. Der Mantel soll oben schmal sein und unten ausgestellt.Länge - knielang. Unten am Rand möchte ich eine Blätter-Bordüre in schwarz aufsticken.

Und so soll das dann in etwa aussehen:


Das Thema Blätter möchte ich bei den Knöpfen wieder aufgreifen. Wenn ich keine finde, könnte ich mir einen Verschluss mit dicken Druckknöpfen vorstellen, diese würden dann mit schwarzen Blättern aus Kunstleder verdeckt.

Soweit meine Ideen, was die anderen so vorhaben könnt ihr hier sehen.

Samstag, 16. August 2014

HosenHerbst

Bei warmem und ganz kaltem Wetter trage ich am liebsten Röcke und Kleider - im Sommer luftige Kleider mit Ballerinas, im Winter Kleider mit Thermostrumphose, Stiefeln und Strickjacke.

Aber was ist bei diesem für August zu kaltem Wetter? Kleid ohne Strumphose ist zu kalt und Leggins mag ich nicht so. Also trage ich im Moment Hosen. Lange Zeit hatte ich gar keine Hosen an, die vorhandenen waren sehr eng bis zu eng, größere wollte ich auf keinen Fall kaufen. Nun bin ich ein wenig dünner geworden, die Hosen passen wieder, aber richtige Freunde sind wir nicht.

Hosennähen ist so ein Thema. Ich finde, eine gut sitzende Hose zu nähen ist Königsdisziplin. Meine erste Hose habe ich mit 15 in meinem ersten Nähkurs genäht (der von einer Frl.Rottenmeier-ähnlichen Dame geleitet wurde). Sie war aus petrolfarbenem Cord und ich habe sie tatsächlich getragen. Allerdings habe ich dann 30 Jahre keine Hose mehr genäht.

In den letzten zwei Jahren habe ich schon ein paar Versuche gestartet, Hosen selbst zu nähen. Sie sind tragbar, aber noch nicht perfekt. Im Augenblick trage ich sie eher als Jogginghosen-Ersatz.

Da trifft es sich, das Meike zu einem HosenHerbst nebst lockerem Sew-Along aufgerufen hat. Das werde ich nutzen, weitere Hosenversuche zu starten.


Welcher Schnitt soll es denn sein? Tja, bei Kleidern weiß ich inzwischen, was mir steht und was nicht. Bei Hosen bin ich da noch unsicher. Chino-Hose? Wahrscheinlich zu weibliche Figur. Marlene-Hose? Ich bin wahrscheinlich zu klein. Röhren-Hose? Vielleicht, mit entsprechenden Oberteilen. Schlaghose? Nein, mag ich nicht. Gerade Hose? Wahrscheinlich. Ich muß einfach mal herumprobieren.

Schon vor einer Weile habe ich eine alte Leinenhose mit weitem geraden Bein zerschnibbelt, um sie als Schnittmuster zu nutzen. Sie saß ganz gut, allerdings möchte ich sie oben etwas höher zuschneiden. Ein weiterer Wunschschnitt wäre die Jeans von Jalie (Schnitt bereits vorhanden) sowie Thurlow von Sewaholic, vielleicht aus einem Wollstoff (Tasia entwirft extra Schnitte für Sanduhrfiguren - da gehöre ich dazu - müßte also gehen).

Hier könnt ihr sehen, wer noch den Ehrgeiz hat, eine Hose zu nähen.

Freitag, 1. August 2014

Nix für Lemminge Teil 4 - Fairy Tale

Nachdem ich bei der Mustermix-Herausforderung nicht über den Rock hinausgekommen bin (zeige ich bei Gelegenheit) will ich hier aber wieder mitmachen.

Beim Thema Märchen denkt man hierzulande natürlich an die Gebrüder Grimm. Ein immer wiederkehrendes Motiv in diesen Märchen ist der Wald. Hierzu haben sich schon Einige ihre Gedanken gemacht.

Auch meine erste Assoziation war der Wald, Blätter, die Farbe Grün, Nebel, geheimnisvoll, verwunschen. Als Zweites kamen mir die Märchenbücher in den Sinn, die meine Mutter gesammelt hat. Ein Buch, das ich mir immer wieder angesehen habe, war ein russisches Märchenbuch mit Zeichungen von Bilibin - daher die Assoziation Schnee, Kälte, Russland.


Es spukt mir schon eine Idee für ein Kleidungsstück im Kopf herum, erste Ideen seht ihr hier.

Dirndl-Sew-Along

In den letzten Wochen habe ich mich hier rar gemacht. Genäht und gestrickt habe ich viel, aber zum Fotografieren und Schreiben fehlte mir in den letzten Schulwochen die Zeit, die Lust, die Muße. Dafür habe ich jetzt Vieles, was ich nach und nach zeigen kann.

Dafür verfolge ich aber mit Interesse, was sich auf anderen Blogs so tut. Besonders spannend finde ich das von Julia veranstaltete Dirndl-Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.

Ich würde lügen, wenn ich behauptete, ich war nicht versucht mitzumachen. Aber ich wohne im Rheinland, Karneval ist nicht Meins und auf Kostümfeste gehe ich auch nicht. Wo also soll ich bitte ein Dirndl anziehen? Und Rheinländer, die sich in bayrische Kluft schmeißen, wenn sie sich schick machen, finde ich albern. Die Idee, ein Dirndl alltags- und rheinlandtauglich zu machen, hat mich jedoch überfordert.

Also begnüge ich mich damit, den Sew-along zu verfolgen und finde es höchst spannend, die Ideen und Gedanken der teilnehmenden Westfälinnen, Berlinerinnen, Hamburgerinnen usw. zu lesen. Ich bin sehr gespannt, wie sie das Dirndl umsetzen werden.

- da ist z.B. Rothedinge, die sich von Tischler-Kleidung inspirieren läßt

- dann talentreischön, die afrikanische Stoffe zu einem Dirndl umsetzen will

- Lucy denkt über ein preußisches Großstadtdirndl nach

- hexenstern denkt über eine Bremer Tracht nach

- Frau Kirsche läßt sich von mexikanischer Stickerei inspirieren.

Als ich heute morgen etwas ganz Anderes gesucht habe, habe ich diesen Post zu österreichischen Dirndln gefunden:
http://folkcostume.blogspot.de/2014/07/dirndls-of-lower-austria.html

Dies waren aber nur einige der Teilnehmerinnen, schaut doch mal hier, wer noch mitmacht.

Mittwoch, 11. Juni 2014

MMM Nr. 12/2014

Morgen fliege ich mit drei Freundinnen nach Barcelona und da wollte ich gern auf dem Flug eine bequeme Hose anziehen - sprich: eine Hose ohne Gürtel. Ich habe ja ein ausgeprägtes Hohlkreuz, so dass alle Hosen hinten im Rücken abstehen, daher der Gürtel. Ich wollte also den Schnitt Clover von Colette ausprobieren.

Zunächst habe ich aus einem Sommerköper mit Stretchanteil eine Größe 12 zugeschnitten und genäht. Und oben am Bund enger gemacht. Und an den Seitennähten enger gemacht. Und an der vorderen Mitte enger gemacht. Und die Innennähte enger gemacht. Da passte sie einigermaßen. Um den Wohlfühlfaktor zu testen, habe ich sie dann eines Morgens probegetragen. Nach 30-minütiger Einwirkung der Körperwärme war die Hose wieder zu weit und sah unmöglich aus. Kommentar meines Sohnes: Mama, die Hose sieht aus wie die der Oma! Na, vielen Dank auch.

Diese Version habe ich also erst einmal in die Ecke geschmissen. Sollte ich tatsächlich eine Größe kleiner nähen müssen? Gedacht, getan, dieses Mal aus Stretch-Jeans. Und siehe da, die Hose sitzt beinahe perfekt und ist bequem - Ziel erfüllt.


Beim nächsten Mal muss ich hinten oben ca. 2 cm zugeben, dafür an den Seiten und vorne je ca. 1 cm wegnehmen. Die Hose hat den Reißverschluss an der Seite, also habe ich vorn einen Fake-Reißverschluss-Schlitz genäht. Hinten hat sie statt Paspeltaschen aufgesetzte Jeanstaschen. Alles in allem bin ich zufrieden, die Hose kommt definitiv mit nach Barcelona. Wenn ich wiederkomme, werde ich die Oma-Hose auftrennen und mich freuen, dass ich Größe 10 zuschneiden kann.

Zu der Hose trage ich heute ein T-Shirt, genäht im letzten Sommer, nach dem Schnitt "Malina". Den Halsauschnitt und die Ärmelsäume habe ich mit Rollsaum versäubert. Am Bluseneinsatz habe ich mit der Zwillingsnadel Biesen eingenäht.

Heute zeigt Julia auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ihr neues Dirndl aus Pagodenstoff - sehr schön!